Gemeinsam
Für Momente zu Hause. Für Gespräche, Nähe und kleine Verschiebungen im Alltag, die Kindern helfen können, sich besser verstanden und sicherer begleitet zu fühlen.
Kinder ernst nehmen
Jesper Juul – Dein kompetentes Kind
Eine Haltung, die Kinder ernst nimmt, ohne sie zu bewerten.
Gefühle werden nicht vorschnell korrigiert, sondern als Ausdruck innerer Prozesse verstanden.
Miteinander sprechen
Adele Faber & Elaine Mazlish – How to Talk So Kids Will Listen & Listen So Kids Will Talk
Konkrete, alltagstaugliche Gesprächszugänge, die gut zu kleinen sprachlichen Brücken im Alltag passen.
Daniel J. Siegel & Tina Payne Bryson – The Whole-Brain Child
Ein zugänglicher Blick darauf, wie Gefühle verstanden und begleitet werden können,
ohne Kinder zu überfordern.
In der Gruppe
Für Übergänge, Rituale und das gemeinsame Ankommen. Für Situationen, in denen Kinder Führung, Sicherheit und verlässliche Abläufe brauchen.
Struktur und Orientierung
Rituale im Kindergarten
Rituale geben Kindern Sicherheit und strukturieren Übergänge im Alltag.
nifbe – Selbstregulation und Ko-Regulation in der Kita
Zeigt, wie Regulation in Beziehung entsteht und warum Kinder in Übergängen klare Begleitung brauchen.
Steve Biddulph – Das Geheimnis glücklicher Kinder
Ein zugänglicher Blick auf Bedürfnisse, Bindung und emotionale Entwicklung im Alltag mit Kindern.
Rituale und Selbstkompetenz im Kita-Alltag
Beschreibt, wie Rituale nicht nur einzelnen Kindern helfen,
sondern auch die Gruppe stabilisieren und Orientierung geben.
Gefühle bei Kindern erkennen und begleiten
Ein Überblick darüber, wie Kinder Gefühle zeigen
und wie sich Verhalten besser einordnen lässt.
Perspektiven
Für die Arbeit mit Kindern dort, wo Gefühle nicht sofort benannt werden können, sondern sich erst über Bilder, Sprache, Spiel und Beziehung erschließen.
Ausdrucksformen von Kindern erkennen
Reggio-Pädagogik – Die hundert Sprachen des Kindes
Kinder drücken sich nicht nur über Worte aus.
Auch Bilder, Bewegung, Farben und Spiel sind Ausdruck innerer Prozesse.
Margot Sunderland – praktische Zugänge zur Gefühlswelt von Kindern
Ein anschaulicher Zugang zur Gefühlswelt von Kindern,
besonders dort hilfreich, wo Gefühle über Geschichten, Bilder und kindgerechte Sprache erreichbar werden.
Begleitung und Regulation
„Ich fühle was, was du nicht siehst“ – Emotionsregulation bei Kindern
Ein gut zugänglicher Beitrag dazu,
wie sich Emotionsregulation entwickelt
und wie Kinder im Umgang mit intensiven Gefühlen einfühlsam begleitet werden können.
nifbe – Ko-Regulation durch Erwachsene
Zeigt, wie stark emotionale Stabilisierung durch Beziehung,
Führung und erwachsene Mitsteuerung getragen wird.
Perspektiven heißt hier nicht, etwas schnell festzulegen, sondern einen Raum zu öffnen, in dem Kinder indirekt verstanden werden dürfen.
Grundlagen
Die folgenden Arbeiten verweisen auf zentrale theoretische Linien, an die dieser Zugang anschließt: Emotion als dynamischer Prozess, symbolische Vermittlung, differenzierende Emotionssprache und co-regulative Entwicklung.
Emotion als Prozess & Überlagerung
Lisa Feldman Barrett – How Emotions Are Made
Emotionen entstehen konstruktiv und kontextabhängig – nicht als feste Einheiten.
Klaus Scherer – Component Process Model
Emotionen sind mehrdimensionale, zeitlich verlaufende Prozesse statt statischer Zustände.
Paul Ekman – Basic Emotions
Diskrete Basisemotionen bilden Referenzpunkte,
reichen aber zur Erklärung komplexer Zustände nicht aus.
Externalisierung & symbolische Verarbeitung
White & Epston – Narrative Means to Therapeutic Ends
Externalisierung trennt Erleben von Identität und schafft bearbeitbaren Raum.
Donald Winnicott – Playing and Reality
Symbolische Zwischenräume ermöglichen Erfahrung, bevor sie begrifflich fixiert wird.
Lakoff & Johnson – Metaphors We Live By
Metaphern strukturieren Denken selbst – nicht nur dessen sprachlichen Ausdruck.
Subjektive Benennung & Emotionsdifferenzierung
Barrett – Emotion Granularity
Differenzierte Benennung erhöht Präzision in Wahrnehmung und Regulation.
Kashdan et al. (2015) – Emotion Differentiation
Feinere Emotionsunterscheidung korreliert mit psychischer Stabilität.
Lieberman et al. (2007) – Affect Labeling
Benennung reduziert neuronale Stressreaktionen und unterstützt Regulation.
Co-Regulation & relationale Einbettung
John Bowlby – Attachment Theory
Emotionale Entwicklung ist grundlegend relational organisiert.
Allan N. Schore – Affektregulation und Bindungsentwicklung
Regulation entsteht primär im zwischenmenschlichen Austausch und in sicheren Bindungsbeziehungen.
Daniel Siegel – Interpersonal Neurobiology
Integration von Affekt, Körper und Beziehung als Grundlage psychischer Entwicklung.
Stephen Porges – Polyvagal Theory
Wahrgenommene Sicherheit ist Voraussetzung für emotionale Zugänglichkeit.
Diese Grundlagen beschreiben Emotion nicht als starre Kategorie, sondern als etwas, das zwischen Körper, Beziehung, Ausdruck und Sprache zugänglich wird.